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Tschüss Genevra, es ist schwierig "menschliches" Handeln zu verstehen. Was durch Glaubens- und Wirtschaftsfragen ganze Nationen spaltet und zu Krieg führt oder ob hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt sich z.B. gegen die Todesstrafe von Troy Davis einsetzten, Machtinteressen führen zu extremen Konflikten/Entscheidungen. Auch im "Kleinen" führen unüberbrückbare Differenzen/Meinungsverschiedenheiten zu Veränderungen, die sicher jeder für sich anders interpretiert. Gern hätte ich die alleinige Verantwortung für Genevra übernommen, aber die Zweifel an ihrer "Fitness/Gesundheit" und meinen "Einschätzungen" wurden ignoriert und ich habe den Kampf im Doppelbesitz und somit um sie verloren. Ich möchte nicht wie im Justizmord von Sacco und Vanzetti für meine Meinung rehabilitiert werden, sondern wünsche der "Blauen Perle und Whippetzicke" Genevra ein tolles Leben und ich weiß, dass sie in ihrer neuen Obhut geliebt wird.
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Brief/"Liebeserklärung“ an meinen Whippet Genevra |
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Wir haben noch 12 Tage bis sich unsere Wege trennen. An 6 Tagen davon muss ich arbeiten, die verbleibende Zeit ist also verdammt kurz. Die restlichen Tage wollen wir noch einmal besonders bewusst zusammen leben/gemeinsam genießen, wohlwissend, dass es nur der Alltag sein kann.
Obwohl den klassischen Alltag gibt es bei uns eigentlich nicht, denn meine Arbeitszeiten sind täglich anders. Ziemlich konstant ist der letzte „Auslauf“ in den Minigarten am Haus und das Verjagen der Katzen daraus gegen Mitternacht und eine Schlafphase für die Hunde danach bis 9 oder 10 Uhr. Der weitere Tagesablauf ist vom Wetter, der Jahreszeit und meinem Arbeitsbeginn abhängig. Den Ostseestrand nutzen wir meist erst im Winterhalbjahr von Oktober bis April.

Keiner kennt Genevra besser als ich und trotzdem billigt man mir die Entscheidung sie in einem Coursing/beim DCS einzusetzen nicht zu. Als Genevra im Sommer 2007 zu uns kam, sollte es nur eine Übergangslösung sein, doch sie blieb. Trotz vieler kleiner Schwierigkeiten fanden wir immer Lösungen und sie entwickelte sich zu einer leidenschaftlichen Courserin. Ihr radikaler immer auf das Hetzobjekt fixierter Laufstil macht sie zu einer gnadenlosen Jägerin, die auf jedem Untergrund sich erst am Ziel mit einem Überschlag/Brassok zufrieden gibt. Ich habe sie über Bahnschotter, Zäune und Dornenbüsche jagen gesehen und weiß um ihre bis zur Selbstvernichtung neigende Art und bin mir deshalb auch bewusst, wie wichtig der kontrollierte Renneinsatz von ihr ist. Auch ist mir bewusst, dass meine Hunde/Whippets schwerer sind als viele Renn- und Coursingwhippets, aber sie sind Allrounder und keine reinen “Rennsportgeräte“. Weder Nathan, Helvetio und schon gar nicht Genevra sind die typischen dürren „Nacktschenkelwhippets“, die man regelmäßig bei Windhundrennveranstaltungen sieht. Im Gegenteil, ich kenne keine so dunkelblau pigmentierte 5,5jährige Whippethündin mit vergleichbar dichtem Haarkleid/Fell. Genevra wäre mit einer 12 vor dem Komma an Körpergewicht beim DCS gestartet. Bei ihrer Größe und der Nachhitze sind deshalb Äußerungen über Fettleibigkeit mehr als fragwürdig. Aber leider verfolgen uns diese Vorurteile schon seit 4 Jahren.

Sie wird Spuren hinterlassen - mehr unsichtbare als sichtbare (hier die der flüchtenden Katze)
Genevra ist zwar in ihren Wesen (noch immer) etwas unsicher, aber mit ihrem Charme und ihrer Hartnäckigkeit wird sie sicher ihren Weg gehen. Wir hatten mehr als nur einen Sommertag mit ihr, der Blauen Perle/Prinzessin/Zicke.
Lübeck, 11. September 2011
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Vorsicht, bissig! Manchmal wird die Beute mit Stolz lange festgehalten und präsentiert.

Foto: copyright Rebecca Klemenz (wildebilder.de)
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Aktuelle Trainingsbilder von der Hamburger Windhundrennbahn

Foto: copyright Rebecca Klemenz (wildebilder.de)

Foto: copyright Rebecca Klemenz (wildebilder.de)
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Genevra mit ihren Töchtern beim Rennbahn-Training in Hamburg |
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